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FREIE PRESSE, 25.11.1999

Wenn die Züge rollen...
Eisenbahnfreunde präsentieren erweiterte Anlage - Zusätzliche Schmalspurbahn

STOLLBERG (wie). Wer ein richtiger Bastler ist, der vergisst beim Löten, Kleben und Werkeln schon mal die Zeit. Dann ist es plötzlich früh morgens 5 Uhr. Der Gemeinschaftsanlage des Stollberger Modelleisenbahnclubs tun solche Hau-Ruck-Aktionen auf jeden Fall gut, scherzt Vereinsvorsitzender Gernot Rehnert. Die Vorbereitungsarbeiten laufen auf Hochtouren, denn am Sonnabend soll die Gemeinschaftsanlage der Modelleisenbahner in der 1. Etage im Gebäude des Jugendklubs auf der Goethestraße schon zu bewundern sein. Die Besucher wissen lange, dass sich die Vereinsmitglieder zu jeder Ausstellung etwas Neues einfallen lassen. So hat sich dieses Jahr beispielsweise am großen Brückenteil einiges gewandelt und eine zusätzliche Schmalspurbahn der Größe H0e zuckelt auf 14 Meter Gleisen computergesteuert mit typisch erzgebirgischen Wagen durch die schöne Landschaft. Dank des vollautomatischen Blocksystems Marke Eigenbau können bis zu zwölf Züge gleichzeitig auf der 26,2 Quadratmeter großen Anlage fahren. Den Hut hierfür hat Tino Hofmann auf. Er kommt aus der Elektronikbranche und hat die Steuerung zusammengebaut. Auf der Anlage im Maßstab 1:87 verbauten die Eisenbahnfreunde insgesamt 175 Meter Gleise, 37 Weichen und 15 Lichtsignale. Auf dem Gesamtareal befinden sich 105 Gebäude, die in liebevoller und zeitaufwendiger Handarbeit entstanden. Wenn Vizevorsitzender Peter Franke sich an die Gründerzeiten des Vereins zurückerinnert, muss er schmunzelt. In den Räumlichkeiten des ehemaligen Blechformwerks an der Bachgasse hatte 1970 alles ganz klein angefangen. Mit der Betriebsleitung wurden Verhandlungen geführt und geeignete Räumlichkeiten gesucht. Auf einer Betriebsweihnachtsfeier konnten die Gäste schließlich die erste kleine Anlage bestaunen. Heute investieren die Eisenbahnfreunde bis zu 6000 Mark im Jahr in die Weiterentwicklung ihrer H0-Anlage. Investitionen, die auch den Mitgliedern des Partnervereins nicht verborgen bleiben. Sie reisen regelmäßig zu den Kollegen nach Stollberg, um sich neue Anregungen für ihre Anlage zu holen. Das "Blitzlichtgewitter reiße an solchen Tagen nicht ab", verriet Gernot Rehnert. Auch die Besucher dürfen dieses Jahr nicht nur schauen, sondern am Trafo auch selber Hand anlegen. Eigens dafür hat die Jugendgruppe des Vereins ein zusätzliches Brett zum Spielen aufgebaut.




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