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FREIE PRESSE, 12/93

Züge flitzen im Rathaus

In der Zeit vom 11. bis 19. Dezember findet im Stollberger Rathaussaal eine große Modelleisenbahnausstellung des örtlichen Modelleisenbahnclubs e.V. statt. Auf dieser Gemeinschaftsanlage der Spurbreite H0, die mit einer Grundfläche von 23 qm zu den größten transportablen Anlagen gehört, sind 12 Züge mit den traditionellen Diesel- und Dampfloks zu sehen. Davon fahren vier bis sechs Maschinen. Die aus drei zusammenfügbaren Elementen mit 16 Einzelteilen bestehende Modellbahn verfügt über eine Gleisstrecke von 120 m, 54 Weichen, 20 Signale und 40 Schaltkreise. Im vergangenen Jahr wurde das gesamte Bahnbetriebswerk neu gestaltet; in Betrieb sind eine große Drehscheibe sowie ein Lok-Schuppen mit sechs Ständen.
Die 14 Vereinsmitglieder des Stollberger Clubs können 1994 bereits ihr 15 Jähriges Jubiläum feiern, die Gründung erfolgte 1979 als AG 3/79 des damaligen Modelleisenbahnverbandes der DDR. Nicht nur Kinderherzen schlagen höher, wenn die Minizüge durch malerische Gegenden flitzen, durch Tunnel bzw. über einen großen Viadukt fahren. Man braucht schon etwas mehr Zeit, um all die ...zig Details dieser Anlage kennenzulernen, so u.a. eine Bekohlungsanlage für Dampfloks, fahrende Autobusse bzw. Lkw. Etwa 50 weitere Minifahrzeuge im ruhenden Verkehr und ca. 100 Lichtquellen beleben die Szenerie. In weiteren Vitrinen sind Sachzeugen und Original-Dokumente der Stollberger Eisenbahngeschichte zu sehen, die von Hobby-Eisenbahnern in liebevoller Kleinarbeit gesammelt und behütet werden, denn schließlich ist am 1. Oktober 1995 das 100jährige Jubiläum der Eisenbahnstrecke Chemnitz-Stollberg zu würdigen. Die öffnungszeiten der Stollberger Ausstellung sind am 11.12. von 13-18 Uhr, am 12.12., 18.12. und 19.12. jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr sowie vom 13. bis 17.12. von 15.30 bis 18 Uhr.
Bähr



FREIE PRESSE, 4.12.1993

Zwölf internationale Züge ab Stollberg

Hobbyeisenbahner zeigen demnächst ihre Anlage - sie gehört zu den größten transportablen Modelleisenbahnen Der Stollberger Modelleisenbahnclub, der im kommenden Jahr sein 15jähriges Vereinsjubiläum feiern kann, hat sich in den vergangenen Jahren auch außerhalb unserer Kreisgrenzen einen Namen gemacht, nicht nur durch die alle zwei Jahre in der Vorweihnachtszeit stattfindenden Modellbahnausstellungen. Während ihrer Urlaubstage halfen die Mitglieder 1990 und 1991 bei Arbeitseinsätzen an der österreichischen Murtalbahn, legten Hand an beim Gleisneubau und beim Schwellenwechsel. Seit drei Jahren haben die Modelleisenbahner feste Verbündete im Modelleisenbahnverein Werl aus Nordrhein-Westfalen. Die Hobbyeisenbahner sind auch anerkannt im Bundesverband Deutscher Modelleisenbahnfreunde, und im vergangenen Jahr stellte der Modelleisenbahnkalender Deutschlands mit dem Monatsblatt Juni die Stollberger Modelleisenbahnanlage umfassend vor. Clubchef Gernot Rehnert und dessen Stellvertreter Peter Franke sind seit ihrer Kindheit mit Herz und Seele Modellbahnbauer und haben seit der Gründung des Stollberger Modelleisenbahnclubs im Jahre 1979 - damals als Arbeitsgemeinschaft 3/79 des Modelleisenbahnverbandes der DDR - weitere Interessenten für dieses begeisterungsfähige Hobby motivieren können. Dabei ist es schier unmöglich, all die Freizeitstunden zu zählen, die sie für diese interessante Freizeitbeschäftigung bisher verwendet haben. Die Stollberger Bürger können sich freuen, denn vom 11. bis 19. Dezember stellen sich die Hobbyeisenbahner aus der Kreisstadt mit ihrer Gemeinschaftsanlage, die zu den größten transportablen Modelleisenbahnen zählt, erneut der öffentlichkeit vor. Die Ausstellung findet im Rathaussaal statt und hat am 11. Dezember von 13 bis 18 Uhr, am 12. Dezember von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Die öffnungszeiten sind jeweils von 15.30 bis 18 Uhr, und am 18. und 19. Dezember ist nochmals wie das Wochenende vorher offen. Die 23 Quadratmeter große Anlage im Maßstab 1:87 besteht aus drei zusammenfügbaren Elementen mit 16 Einzelteilen. Auf dieser Modellbahnanlage der Spurbreite H0 sind zwölf internationale Güter- und Personenzüge mit den traditionellen Dampf- und Dieselloks zu sehen, wobei gleichzeitig vier bis sechs Züge fahren können. Weiterhin besteht die Stollberger Anlage aus 120 Meter Gleisstrecke, 40 Schaltkreisen, 20 Signalen und 54 Weichen. In Betrieb sind außerdem eine große Drehscheibe, ein Lokomotivschuppen mit sechs Ständen, eine Bekohlungsanlage für Dampfloks, eine Tankstelle für Dieselloks sowie ein Autobus und LKW, die -auf der Grundlage des Faller-Car-Sytems - ihre Runden durch die Bergstadt fahren. Mit der Erweiterung vor zwei Jahren wurde gleichzeitig mehr Sicherheit auf der gesamten Anlage erreicht. Das Bahnbetriebswerk ist inzwischen völlig neu gestaltet, und auch im Stadtgebiet erhielt der Bereich unmittelbar am Bahnhof eine neue Häuserreihe. Jeder hat so sein Spezialgebiet, zum Beispiel Landschaftsbau, Gleisbau, Elektrizität, Elektronik... Alle Schaltkreise wurden nach einem Eigenentwurf von Tino Hofmann hergestellt und installiert. Es gehört schon von den 14 Vereinsmitgliedern im Alter von 13 bis 74 Jahren viel Geduldsarbeit, Fingerspitzengefühl und Akribie dazu, bis alles läuft, wie wir es alle zur Ausstellung bewundern können. Nicht nur Kinderherzen schlagen höher, wenn die Minibahnen von den Miniloks durch die original nachgestellte Landschaft ziehen. Gebirge, Steilpässe, Täler, Bäche und fünf Brücken sowie zirka 50 Mini-Fahrzeuge im ruhenden Verkehr beleben die Szenerie, die über rund 100 Lichtquellen verfügt. Im Ausstellungssaal werden außerdem in Vitrinen originale Sachzeugen der Stollberger Eisenbahngeschichte, so unter anderem Fahrkarten, Fotos, Fahrpläne usw. zu sehen sein, die nicht zuletzt auf das bevorstehende 100jährige Jubiläum der Eisenbahnstrecke Chemnitz-Stollberg hinweisen werden.


Von unserem Mitarbeiter Friedemann Bähr



FREIE PRESSE, 12/93

Signale auf Grün für Eisenbahn im Rathaus

Am Sonnabend öffnet diesjährige Modelleisenbahn ihre Pforten - Anlage wurde erweitert - bis 19. Dezember geöffnet STOLLBERG. In Vorbereitung der am kommenden Sonnabend eröffnenden Modelleisenbahnausstellung des Stollberger Modelleisenbahnclubs im Rathhaussaal der Kreisstadt besuchte "Freie Presse" in diesen für die zwölf zum Modelleisenbahnclub gehörenden Mitglieder äußerst strapaziösen Tagen diesen Club. Schon rein äußerlich auffallend, dass bis in die Nacht hinein Licht im Rathhaussaal brennt, denn jeweils nach Feierabend treffen sich die Clubmitglieder unter Leitung von Clubchef Gernot Rehnert täglich, um die letzten Handgriffe beim Zusammenstellen der aus 15 Einzelteilen bestehenden Gesamtanlage H0, die auf ca. 23 qm Grundfläche weit über 100 m Gleisanlage mit 54 Weichen, 20 Signalen usw. enthält. Von den 12 eingesetzten Zügen auf der Anlage können gleichzeitig 4 bis 6 Züge fahren. Wenn man Modelleisenbahner besucht, dann fühlt man sich einfach in die Märchenwelt versetzt. Miniloks und Minizüge fahren durch malerische Gegenden, überwinden Berge und Täler, fahren über Brücken und durch Tunnels. Die ungezählten Freizeitstunden, die von den Clubmitgliedern für ihr äußerst interessantes Hobby geleistet werden, lassen sich nur erahnen. Das gesamt Stadtgebiet auf der Anlage wurde für die beginnende Ausstellung neu gestaltet und erarbeitet und zeigt einen interessanten Blick auf die Hauptstraße der Stadt, denn dort fährt ein Minibus richtig auf der Straße, vorbei am Bahnhof, nach Faller-Car-System. Mit dem Erweiterungsbau der Anlage in den letzten zwei Jahren wurde gleichzeitig mehr Sicherheit auf der gesamten Anlagen erreicht. übrigens, wer großes Glück hat, kann im einschlägigen Buchhandel des Modelleisenbahnkalenders Deutschland erstehen, wo auf dem Monatsblatt Juni 1992 die Stollberger Modelleisenbahnanlage in Wort und Bild vorgestellt wird. Die Stollberger Modelleisenbahner waren aber auch sonst äußerst aktiv in den zurückliegenden Monaten. Mit viel Begeisterung erzählten sie von ihren Arbeitseinsätzen im vergangenen und diesem Jahr an der österreichischen Murtalbahn, für den sie ihre Urlaubstage verwandten. So waren jeweils 6 Personen, die beim Gleisneubau der Bahn aktiv mit Hand anlegten und dafür unter anderem einen Stammaktienschein und 100 Gulden pro Person erhielten. Interessenten der Modelleisenbahnausstellung können in den Vitrinen mehr in Wort und Bild über die Murtalbahn sowie die schmalspurige Taurachbahn im salzburgischen Lungau usw. sehen. Der Stollberger Modelleisenbahnclub, 1979 gegründet, ist seit Oktober 1990 nunmehr eigenständiger Verein, nachdem er die Jahre vorher als Arbeitsgemeinschaft 3/79 des Modelleisenbahnverbandes der DDR ausgewiesen war. Seit August diesen Jahres ist der Club Mitglied im Bundesverband der deutschen Eisenbahnfreunde und unterhält seit 2 Jahren sehr freundschaftliche Verbindungen zu den westfälische Eisenbahnfreunden in Werl, mit denen bereits gegenseitige Besuche durchgeführt wurden und echte technische Fachsimpeleien folgten, so unter anderem beim Besuch des Bahnbetriebswerkes in Hamm. Nicht verwunderlich, wenn die Stollberger Hobbyeisenbahner nun als nächstes Projekt auf ihrer Modellbahnanlage bereits ein Bahnbetriebswerk und die Neugestaltung des Güterbahnhofs im Visier haben. Es gäbe noch viel zu berichten, aber schauen Sie doch selbst einmal vorbei und lassen sie sich in Staunen versetzen. Die Ausstellung ist Werktags von 16 bis 18 Uhr und an den Wochenenden von 10 bis 12 und 13 bis 18 Uhr ( am 7. Dezember ab 13 Uhr ) geöffnet und kann bis 19. Dezember besucht werden. übrigens haben die Clubmitglieder dank ihrer guten Verbindungen zu Modellbahnfirmen auch eine Tombola gestaltet, bei der es sogar kleine Trostpreise gibt. Wünschenswert und die größte Freude für die Stollberger Modelleisenbahner wäre das Finden eines Sponsors für diese sinnvolle Freizeitbeschäftigung im Club.

Von unserem Mitarbeiter Friedemann Bähr



FREIE PRESSE, 12/93

Kleine Bahn ganz groß

STOLLBERG (FB). Der Vorsitzende des Stollberger Modelleisenbahnvereins, Gernot Rehnert, eröffnete mit "Fahrt frei - auf allen Gleisen" am Samstag die traditionelle Modelleisenbahnausstellung im Rathaussaal. Erster Besucher war der Thalheimer Rudi Wetzel mit seinem 12jährigen Sohn Matthias, den es besonders der große Eisenbahnviadukt angetan hatte, über den ein Lufthansa-Ballon schwebt. Wie Gernot Rehnert betonte, waren die letzten Tage immer fast bis Mitternacht beim Aufbau dieser Anlage erforderlich, da zur Zeit kein ständiger Ausstellungsraum zur Verfügung steht. Bürgermeister Mathias Wirth unterbreitete aber dem Verein einen Vorschlag zur künftigen Nutzung einer städtischen Einrichtung. Neben der Anlage sind in Vitrinen u.a. Fahrpläne aus den Jahren 1937/38, Originalfahrkarten des Stollberger Bahnhofes, Arbeiterwochenkarten sowie verschiedene Fotos aus unterschiedlichen Zeitepochen und ein Original-Frachtbrief der Königlich- Sächsischen Staatseisenbahn von 1877 zu sehen. Die Ausstellung ist noch bis zum kommenden Sonntag geöffnet.



FREIE PRESSE, 27. Dezember 1993

7 jähriger als Lokmotivführer

Frohe Weihnachten für 34 Mädchen und Jungen im Kinderheim Lugau
LUGAU. Große Freude gab es wenige Stunden vor Heiligabend im Kinderheim, als Vereinsvorsitzender Gernot Rehnert und dessen Stellvertreter Peter Franke vom Stollberger Modelleisenbahnclub ein komplettes Roco-H0-Startset überreichte. Die Stollberger Hobbyeisenbahner hatten zu ihrer großen Modellbahnausstellung in diesem Monat im Stollberger Rathaussaal über 5000 Besucher. "Viele Familien waren mit ihren Kindern gekommen, und wir haben im Verein auch an die Kinder gedacht, die diese Ausstellung nicht besuchen konnten. Deshalb möchten wir mit dieser Modellbahn, die erweiterungsfähig ist, die Freizeit der Heimkinder noch abwechslungsreicher gestalten", betonte Gernot Rehnert. Der 7jährige Rico, der tags zuvor selbst als kleiner Weihnachtsmann zur Weihnachtsfeier im Heim tätig war, übte sich sehr schnell als "Lokführer" der Modellbahn. Zu dieser Weihnachtsfeier waren viele liebe Gäste ins Kinderheim gekommen, so u.a.Geschäftsführer Bucher vom Diakonischen Werk, Vertreter der Jugendämter, des Lugauer Kirchenvorstandes, von der Missionsarbeit Zwönitz und Eltern, Großeltern, Geschwister bzw. Verwandte der Heimkinder. Die Familie Schmidt, die eine selbstgebaute und beleuchtete Krippe überreichte, gestaltete zusammen mit Erzieherin Corinna Kuche und den kleinsten Kindern des Heimes erstmals ein Krippenspiel. Dazu wurden bereits im Vorfeld die Requisiten selbst gebastelt und erstellt, viele Weihnachtslieder wurden gesungen, und zwei Weihnachtsmänner überreichten den 34 Heimkindern Geschenke. Auf den Tischen standen bunte Teller mit Nüssen, Früchten u.a. Die Kinder hatten vorher selbst Plätzchen gebacken und die Heimküche den beliebten Weihnachtsstollen. Jedes Kind erhielt außerdem ein Geschenk von Vertretern der Kreissparkasse. Für alle Gäste dieser Feier hatten die Heimkinder auch kleine Geschenke vorbereitet. Auch am Heiligabend gab es Besuch im Kinderheim, so der Lugauer Bürgermeister und C&A Mode GmbH & Co, die für jedes Kind ein Geschenk mitgebracht hatten. Die Leiterin des Heimes, Christel Elbe, die mit den Kindern jedes Jahr an der Christmette teilnimmt, sagte gegenüber unserer Redaktion u.a.: "Wir sind allen von ganzem Herzen dankbar, die uns liebevoll unterstützen, da es nicht nur eine Eintagsfliege ist zu Weihnachten, sondern eigentlich eine Beständigkeit über das ganze Jahr". Der Amerikaner Raymond Uhlig kommt seit zwei Jahren zur Weihnachtszeit ins Kinderheim, arbeitet und hilft mit und überreicht eine Spende. Familie Stefka aus Viersen schickt jedes Jahr eine Geld- und Bücherspende. Spenden gingen auch ein von Rentnern aus Bad Neuenahr, der Nils-Reneckew-Stiftung aus Mosbach/ Rhein sowie aus unserer Region.

Von Mitarbeiter Friedemann Bähr

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